Der medikamentöse Schwangerschaftsabbruch mit der Abtreibungspille Mifegyne

Mifepriston ist der Wirkstoff in der so genannten Abtreibungspille RU- 486 bekannt unter dem Namen Mifegyne.

Mifegyne® ist ein Medikament, welches die Wirkung des Gelbkörperhormons (Progesteron) aufhebt. Durch die Einnahme wird eine Schwangerschaft abgebrochen, ganz ähnlich wie bei einem Spontanabort.

Wie funktioniert der medikamentöse Schwangerschaftsabbruch mit Mifegyne?

Die Abtreibung mit Mifegyne® ist ein Prozess, der ein paar Tage dauert. Die Frau behält die Kontrolle über Ihren Körper und erlebt diesen bewusst. Damit kann Sie auch Ihre möglicherweise falschen Vorstellungen von dem Eingriff korrigieren.

Zunächst nimmt die Frau Mifegyne® ein und zwei Tage später noch ein anderes Medikament, ein Prostaglandin. Zur Einnahme des Prostaglandins können Frauen einige Stunden im Ambulatorium bleiben oder Sie nehmen das Prostaglandin zuhause ein. Dieses führt dazu, dass die Gebärmutter sich zusammenzieht und den Fruchtsack ausstößt. (Je nach Grösse des Fruchtsack, kann die Frau diesen sehen, wenn Sie möchte. Dazu muß sie allerdings genau in die Binde, bzw. die Toilette hinsehen. Das Photo von einem Fruchtsack finden Sie hier www.gynmed.at

Das Zusammenziehen der Gebärmutter kann zu Unterbauchschmerzen führen, ähnlich wie bei einer Menstruation. Gegen die Schmerzen kann die Frau Schmerzmittel einnehmen, so wie gegen Regelschmerzen. Wir empfehlen Schmerzmittel frühzeitig einzunehmen.

Nach 7 bis 21 Tagen wird der Erfolg der Abtreibung mittels Ultraschalluntersuchung oder einem Harntest kontrolliert. In den allermeisten Fällen (etwa 98%) funtioniert diese Methode sehr gut. Nur selten ist eine Kürettage notwendig, entweder weil die Blutung so stark ist oder weil die Schwangerschaft fortbestehen bleibt.

Wer darf Mifegyne verabreichen?

Die Abtreibungspille darf in österreich ausschließlich von Ärzten, die in einem Krankenhaus oder Ambulatorium tätig sind, verabreicht werden.